Kreuzwegstationen
 

 

1. Station

Jesus wird zum Tode verurteilt

 

 

2. Station

Jesus nimmt das Kreuz
auf seine Schulter

 

 

3. Station

Jesus fällt zum ersten
Mal unter dem Kreuz

 

4. Station

Jesus begegnet seiner Mutter

 

5. Station

Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

 

6. Station

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

 

7. Station

Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

 

8. Station

Jesus begegnet den weinenden Frauen

 

9. Station

Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

 

 

10. Station

Jesus wird seiner Kleider beraubt

 

11. Station

Jesus wird an das Kreuz genagelt

 

12. Station

Jesus stirbt am Kreuz

 

13. Station

Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

 

14. Station

Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt

Kreuzweg St. Korbinian Lohhof
Michael P. Weingartner 1958

Weingartner erlernte zunächst das Malerhandwerk und übte nach der Gesellenprüfung den Beruf für sechs Jahre aus. Daneben studierte er im Wintersemester an der Malerfachschule in München. Nach dem Krieg studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München religiöse Malerei, Landschafts- und Porträtmalerei, sowie Architektur. Weingartner geriet im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront in sowjetische Gefangenschaft. Schutz auf seiner Flucht aus der Kriegsgefangenschaft boten ihm Sonnenblumenfelder, so wurden diese Blumen sein Lieblingsmotiv.

Weingartner arbeitete vornehmlich für über 250 Kirchen und Klöster in Bayern und Österreich, die er mit Mosaiken, Wand- und Deckengemälden ausstattete. So sind seine Arbeiten beispielsweise in der Kirche Maria Schutz in München-Pasing (seinem Hauptwerk) sowie in der Stadtpfarrkirche und der Spitalkirche seiner Heimatstadt Pfaffenhofen zu finden. Ein großflächiges Fresko, das an die Zisterzienser in Seligenporten erinnern soll, schuf er 1974 für die Giebelwand des dortigen Schulhauses.

An die Fassade des Pfarrhofes von Kaldorf, Gemeinde Titting, hat Weingärtner 1952 eine große St. Christophorus-Figur gemalt. Neben religiös geprägten Werken erstellte Weingartner auch Aquarelle und Ölgemälde. Profane Arbeiten sind unter anderem die Mosaik-Türen im Pfaffenhofener Haus der Begegnung (damalige Mädchenschule) und ein Wandgemälde am Feuerwehrhaus.

Weingartner erhielt für seine Verdienste 1990 das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, 1992 wurde er mit der Silbernen Stadtmedaille der Stadt Pfaffenhofen und 1994 der Landkreismedaille des Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm ausgezeichnet.

Er wohnte von 1954 bis zu seinem Tod 1996 – seine Frau Paula bis 2007 – im so genannten Ritter-Haus am oberen Hauptplatz in Pfaffenhofen. Paula Weingartner verstarb am 19. Januar 2007. (Quelle Wikipedia)

 

 

Neugestaltung des vorderen Altarraums

Die Neugestaltung des vorderen Altarraums – installiert und gesegnet am 20. November 2020, dem Tag des Pfarrpatrons St. Korbinian:

Der Aufbewahrungsort für die Heiligen Öle ist an der Wandseite des Taufraums angebracht. Er ist komplett aus Bronze gefertigt, fein geschliffen, dunkel patiniert und mit mikrokristallinem Wachs behandelt. Eine starke Rückenplatte trägt ein gerundetes Behältnis mit rechtsseitig angesetzter Ablage. Die Frontseite ist mit einem Sicherheitsglas ausgestattet und gewährt Einblick in den Aufbewahrungsort. Im Schrein ist ein Boden aus massiver Eiche eingelegt, in den die kreisrunden Vertiefungen für die Salbengefäße eingearbeitet sind. Die Rückwand und eine Stirnwand des Aufbewahrungsorts sind vergoldet und erwecken bei Tageslicht den Eindruck als wäre der Schrein beleuchtet.

Die drei Salbengefäße für Taufe, Firmung und Krankensalbung sind aus Bronzeblech gefertigt. Die Oberfläche ist fein geschliffen und galvanisch stark versilbert. Sie tragen die Aufschrift „Chrisam“, „Katechumenen“ und „Infirmorum“.

Der neu gestaltete Opferstockleuchter ist aus Bronze geschmiedet, komplett dunkel patiniert und gewachst. Drei konisch geschmiedete Füße tragen die Leuchterschale aus Bronzeblech, und nehmen so die Formensprache von Christine Stadler, die den Altarraum 1984 gestaltete, wieder auf. Eingebaut sind ein Kerzenlager und ein Opferstock. Der Opferstockleuchter ist nach vorne gerückt und macht so den Raum um das Taufbecken frei. Die Leuchterschale ist mit Quarzsand gefüllt und wird zum Einstecken von schlanken, plastikfreien Opferkerzen genutzt.

  Die Ablage für das Evangelium wurde ebenfalls neu gestaltet und ist von der Formensprache her das Pendant zum Kerzenopferstock. Drei konisch geschmiedete Füße aus Bronze tragen die Buchauflage, die aus einem starken Bronzeblech geschmiedet, dunkel patiniert und mit mikrokristallinem Wachs behandelt ist. Er steht nun auf der Seite des Tabernakels und ergänzt als Tisch des Wortes das Haus des Brotes.

Im Zuge der Neugestaltung wurde die Figur des Hl. Korbinian wieder auf eine Konsole am Emporenpfeiler, gegenüber der Figur des Hl. Antonius, rückversetzt.

 

 

Apsisbild in St. Korbinian –
Christus als Weltenrichter am Ende der Zeiten

„Er sitzt zur Rechten des Vaters / und wird wiederkommen in Herrlichkeit, / zu richten die Lebenden und Toten;“ (aus dem Großen Glaubensbekenntnis)

Christus wird als Weltenrichter am Ende der Zeiten aus dem Osten, dem Bereich der der aufgehenden Sonne erwartet. Die Pfarrkirche von St. Korbinian ist daher exakt nach Osten ausgerichtet, die Gebetsrichtung der Gläubigen wendet sich seit jeher nach Osten. Das Bild in der Apsis ist daher in den Farben der Morgenröte gehalten. Es zeigt Christus mit ausgebreiteten Armen, der am Ende der Zeiten auf den Wolken des Himmels als Weltenrichter wiederkommt. Die ausgebreiteten Arme heißen die Gläubigen willkommen. Die Wundmale an den Händen und Füßen weisen ihn als den Gekreuzigten aus, das strahlend weiße Gewand bezeugt seine Auferstehung und sein ewiges Sein beim Vater. Die aufgehende Sonne ist sein Thron. Die Herrlichkeit des Herrn offenbart sich auch im Lichtglanz der vier Lebewesen, dargestellt als Cherubim mit vier Flügeln. Ihre Gesichter blicken in alle vier Himmelsrichtungen und weisen so auf die Weltherrschaft Jesu Christi hin. Die Wolke am oberen Bildrand ist ein Symbol für Anwesenheit Gottes - in vielen Stellen der Heiligen Schrift so bezeugt. Die aus den Wolken ragende „Rechte Hand Gottes“ ist ein Symbol seiner Herrschaft und seiner Wirkmächtigkeit. Die drei gespreizten Finger bezeugen die Dreifaltigkeit des einen Gottes und die zwei anliegenden Finger weisen auf die Zweinaturenlehre Jesu Christi hin: wahrer Mensch und wahrer Gott.

Das Bild gibt den versammelten Gläubigen Richtung, die über den Tod hinausweist. Es symbolisiert Gericht und Gnade, ist daher Mahnung und Hoffnung zugleich.

Manfred Utz

 

Der Tassilokelch

Der Tassilokelch verdankt seinen Namen der Fußumschrift (+ TASSILO DUX FORTIS + LIUTPIRC VIRGA REGALIS), Tassilo tapferer Herzog (der Bayern) und Liutpirc aus königlichem Geschlecht (langobardische Prinzessin). Das Gefäß zeigt an der Cuppa Christus als Weltenrichter mit der Buchrolle des Lebens in der Hand. Er ist umgeben von den vier Evangelisten mit ihren Symbolen Mensch, Löwe, Stier und Adler. Die Brustmedaillons am Fuß des Kelches sind außer Johannes dem Täufer nicht eindeutig zu identifizieren: wahrscheinlich die Hl. Maria, der hl. Theoto und eventuell Theodolinde, eine Verwandte Tassilos. Der Tassilokelch ist wohl das kostbarste Stück agilofingischer Schatzkunst aus der Zeit um 768/69 und wird im Stift Kremsmünster aufbewahrt.

Anlässlich des 1250. Gründungsjubiläums der Erzdiözese München und Freising im Jahr 1989 konnte jede Pfarrei einen wertvollen liturgischen Gegenstand erwerben: Auf Anregung von Herrn Pfarrer Anton Schönauer beschloss der Pfarrgemeinderat, eine Nachbildung dieses wertvollen Kelches anzuschaffen. Auf der Nachbildung sind im Gegesatz zum Original auf der Fußleiste die Worte aus der Schlussdoxologie des Hochgebets: „PER IPSUM + CUM IPSO + IN IPSO“ eingraviert. Der Tassilokelch ist somit ein Zeichen für die Tradition und den Gang der Kirche durch die Zeit und wird an hohen Festtagen verwendet.

Manfred Utz

 

Der Tabernakel von St. Korbinian

„Tabernakel“ kommt vom lateinischen Wort „tabernaculum“, und wird wörtlich übersetzt mit „Zelt, Hütte oder Wohnsitz“. Die lateinische Bibelübersetzung gebraucht dieses Wort unter anderem im Buch Exodus (40,34) für das „Offenbarungszelt“, das von der Herrlichkeit Gottes erfüllt ist, und für die Wohnstätte Gottes unter den Menschen in der Offenbarung des Johannes (21,3). Nach katholischem Glauben bleibt Christus auch nach den Einsetzungsworten bei der Wandlung in der konsekrierten Hostie real präsent. Diese Hostien werden – nach heutiger Ordnung – an einem hervorgehobenen Ort in der Kirche aufbewahrt.

Die Bildhauerin Christine Stadler (1922-2000), die bei der Kirchenrenovierung im Jahr 1984 den Auftrag für die Neugestaltung des Altarraumes erhalten hatte, hat sich für eine „Tabernakel-Stele“ in vergoldeter Bronze entschieden, die einer großen „Sonnenmonstranz“ nachempfunden ist. Die klare Formensprache ihrer Kunst wird zur überzeugenden Art der Bildverkündigung: So ist das große Scheibenrund, die „Sonne“, ein Sinnbild für die ewige Dimension. Die Spitze des Stabes - die höchste Stelle im Altarraum – zeigt himmelwärts und verweist auf die höhere Bestimmung des Menschen: „Für die Erde geschaffen, für den Himmel bestimmt“. Der Schrein für die Aufbewahrung der Hostienschale ist dagegen eckig gestaltet und durchbricht das Symbol des Kreises. Er symbolisiert damit die irdische Dimension des Heils, nämlich die Menschwerdung Christi in dieser Welt und seine bleibende Präsenz. Die goldene Schalenöffnung im Zentrum des Schreins wird umgeben mit einem Strahlenkranz und spiegelt die Herrlichkeit Gottes wider. Der eingelegte Bergkristall weist in eine mystische Dimension und ist eine Metapher für Heil und Erlösung, für Harmonie und Vollkommenheit. Sechs kleine Kristalle sind auch im Ring am Fußende angebracht. Die Künstlerin zeigt in der Gestaltung des Tabernakels einen ausgesprochenen Sinn für die spirituelle Dimension der Formgebung und lädt die Menschen ein, vor dem Tabernakel zu knien und das Geheimnis unseres Glaubens im stillen Gebet zu betrachten und zu meditieren.

Manfred Utz

 

Der linke Altarflügel des Mallertshofener Altars

Gerettet vor Plünderungen Ende des zweiten Weltkriegs, befand sich dieser Altarflügel in den Werkstätten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Aufgrund des schlechten Zustandes des Altarflügels musste er erst aufwändig restauriert werden. Das erzbischöfliche Kunstreferat und das Landesamt für Denkmalpflege unterstützten die Restaurierungsarbeiten mit großzügigen Zuschüssen. Den Eigenanteil der Pfarrei übernahm der Handarbeitskreis in Höhe von 2.500 DM. Auf Wunsch der Kirchenverwaltung wurde dieser Altarflügel im Jahr 1992 dorthin zurückgebracht, wo die restlichen verbliebenen Teile des Altars (Mallertshofener Madonna, hl. Martin, hl. Brictius) ihren Platz gefunden hatten und hängt seitdem an der Seitenwand beim Tabernakel.

Die Malereien des Altarflügels stammen aus der gleichen Zeit wie die spätgotischen Figuren, nämlich Anfang des 16. Jahrhunderts. Der Faltenwurf der Kleidung verweist auf diese Epoche. Der Altarschrein selber und der rechte Altarflügel sind verloren gegangen.

Auf der Innenseite zeigt der Altarflügel den hl. Nikolaus mit dem Bischofsstab in der rechten und mit dem Evangelium-Buch und drei goldenen Kugeln darauf in der linken Hand. Die drei goldenen Kugeln verweisen auf die Legende, wonach Nikolaus an drei Nächten hintereinander einen Beutel mit Goldstücken in die Schlafkammer der Töchter eines Witwers warf um ihre Aussteuer zu finanzieren, und sie dadurch vor Schande zu bewahren.

Auf der Außenseite sehen wir den hl. Wolfgang - einen der bekanntesten Bischöfe von Regensburg. Als Heiligenattribute hält er in der rechten Hand den Bischofsstab (für Regensburg) und ein Zimmermannsbeil .Das Beil verweist auf eine Legende, wonach Bischof Wolfgang bei einem Besuch im Salzkammergut dieses Beil geworfen haben soll um den Standort für einen Kirchenbau festzulegen. Das Beil landete vier Kilometer entfernt und markierte den Standort für St. Wolfgang a. W. – deswegen auch das Kirchenmodell in seiner linken Hand.

Manfred Utz

 

Urkunde zur Glockenweihe am 18. Oktober 1998

Deutsche Übersetzung

Mit dieser Urkunde bezeuge und bestätige ich, am 4. Oktober 1998 neben der Pfarrkirche St. Korbinian in Lohhof

VIER NEUE GLOCKEN,

die am 24. Juli 1998 in Passau gegossen wurden, in
 Anwesenheit einer überaus großen Anzahl von Gläubigen
 gesegnet zu haben.

Diese Glocken sind geweiht: Christus, dem König der
 Herrlichkeit; dem hl. Korbinian, Bischof von Freising und
 Pfarrpatron; dem hl. Franz von Assisi, dessen Gedenktag
 alljährlich am 4. Oktober begangen wird; und dem
 Andenken an Julius Kardinal Döpfner, der als Erzbischof
 von München und Freising am 24. Juli 1976 plötzlich und
 unerwartet verstorben ist.

München, den 24. November 2019 - Christkönigssonntag

Josef Obermaier

Päpstlicher Ehrenprälat

Domkapitular i. R.